Zwetschgen: Kleine, gesunde Energiebomben!

Zwetschge

Der Geheimtipp in Blau – ein heimischer Superfood – die Zwetschge. Sie ist eine Unterart der Pflaume, zählt zur Gruppe des Steinobstes und gehört in die Familie der Rosengewächse. Eine lange Reise hat sie hinter sich, bis sie bei uns heimisch wurde. Ursprünglich stammt die Zwetschge aus Asien, wo sie 150 vor Christus von den Römern in den Mittelmeerraum gebracht und kultiviert wurde.

Im Gegensatz zur Pflaume ist die Zwetschge oval und hat eine ausgeprägte Kerbe. Ihr Fruchtfleisch ist trockener und fester als das der Pflaume. Die tief dunkelblaue Haut, die meist mit einem weisslichen Reif überzogen ist, schützt die Zwetschge vor dem Austrocknen. Während es Pflaumen auch in Gelb, Grün und Rot gibt, sind Zwetschgen immer bläulich-lila.

Der säuerlich-süsse Geschmack der Zwetschge erfrischt und neben Vitaminen (Provitamin A, Vitamin B, C, E) enthält sie viel Kalium, welches hilft, den Körper zu entgiften und entwässern.

Was macht Zwetschgen gesund?

Zwetschgen und Pflaumen strotzen vor Mineralstoffen. Neben dem bereits erwähnten Kalium, enthalten sie auch reichlich Kalzium, Eisen, Magnesium und Phosphat.
Die oben aufgeführten Vitamine, wirken sich positiv auf das Immunsystem, den Stoffwechsel und das Nervensystem aus. Dank den vielen Nahrungsfasern können Zwetschgen auch bei Verdauungsproblemen helfen. Ihre Wirkung auf das Verdauungssystem behalten sie auch in gedörrter Form, weshalb sie ausserhalb der Saison auch gerne als Dörrzwetschgen verzehrt werden.
Isst du fünf bis sieben frische Zwetschgen, hast du eine der empfohlenen fünf Portionen Früchte und Gemüse am Tag zur dir genommen. Ob für Kinder oder für Erwachsene, Zwetschgen eignen sich super als gesundes Znüni oder Zvieri im Büro, in der Schule oder in der Freizeit.

Energiebombe - Zwetschge

Mit rund 45 Kalorien pro 100 Gramm schlägt die Zwetschge lang nicht so stark auf die Hüften wie Schokolade. Durch ihren hohen Gehalt an Fruchtzucker verleiht sie sehr schnell neue Energie und ist so der ideale Snack bei Arbeit oder Sport.

Wie werden Zwetschgen am besten verzehrt?

In der Schweiz sind Zwetschgen beliebt. Der Zwetschgen-Konsum beläuft sich auf 1.5 kg pro Person im Jahr. Wie alle Früchte werden auch Zwetschgen gern frisch gegessen. Sie eignen sich aber auch als Zutat für warme Speisen, Gebäck oder Desserts.
Da Zwetschgen im trocknen Kühlschrank-Klima viel Wasser verlieren, solltest du sie in einem feuchten Tuch eingewickelt lagern. Je nach Sorte bleiben sie im Gemüsefach des Kühlschrankes maximal eine Woche frisch. Vollreife Früchte lassen sich gut tiefgefrieren. Dazu die Zwetschgen entsteinen und gut verschlossen ins Gefrierfach legen. Dort sind sie rund ein Jahr haltbar.

Zum Verarbeiten müssen die Früchte zunächst gut gewaschen und entsteint werden. Obschon sie auch roh lecker schmecken, entfalten Zwetschgen ihr volles Aroma vor allem im gegarten Zustand. In ihrer Zubereitung sind Zwetschgen sehr vielzeitig und laden zum Experimentieren und Ausprobieren ein.

Bis Mitte Oktober bleibt dir Zeit, das blau-violette Wunder in verschiedensten Rezepten auszuprobieren oder dir den Spätsommer mit frischen Früchten zu versüssen. Danach ist die Zwetschgen-Saison zu Ende und es heisst, warten bis zum nächsten Jahr, wenn die Zwetschgen ab August wieder in ihrer vollen Pracht an den Bäumen auf dich warten.

Unser Rezept-Tipp

Zwetschgenwähe

Teig:
  • 150 g Dinkel-Weissmehl
  • 100 g Dinkel-Vollkornmehl
  • ½ TL Salz
  • 125 g Butter
  • 1 dl Wasser
Füllung:
  • 4 EL Haselnüsse oder Mandeln, gemahlen
  • 800 g reife Zwetschgen (gewaschen, halbiert und entsteint)
  • 1 dl Halbrahm
  • 1 dl Milch
  • 1 Ei
  • 1 TL Zimt

Zubereitung: Mehl in eine Schüssel geben. Salz hinzufügen und Butter in Flocken dazu schneiden. Mittig eine Mulde bilden, in diese das Wasser giessen. Alles zu einem Teig zusammenfügen und diesen zu einer Kugel formen. In Klarsichtfolie einwickeln und rund 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Teig mit dem Nudelholz auf die Grösse der Kuchenform passend auswallen, in die Form legen und einen Rand formen. Anschliessend den Boden mit einer Gabel einstechen. Die gemahlenen Haselnüsse oder Mandeln auf dem Kuchenboden verteilen und mit den Zwetschgen belegen. Kuchen für 10 Min. in den Ofen schieben.
Nach 10 Min. Backzeit den Kuchen aus dem Ofen nehmen und den Guss aus Milch, Rahm, Ei und Zimt darüber giessen. Danach den Kuchen zurück in den Ofen schieben und 20 Min. fertig backen.
(Quelle)