Karotten essen für die Gesundheit - Beta-Carotin und seine Wirkung

Rüebli knabbern

Hättest du gedacht, dass Karotten in der Antike als Heilpflanze verwendet wurden? In der Tat wurde die Karotte, welche zur Familie der Doldenblütler zählt, erst im Mittelalter als Gemüse betrachtet. Heute ist die Karotte – auch Möhre oder Rüebli genannt – das beliebteste Gemüse der Welt! In der Schweiz steht die Karotte, gemeinsam mit der Tomate, an der Spitze der meist verzehrten Gemüsesorten.

Karotten gehören sowohl zum Frisch-, wie auch zum Lagergemüse und werden in der Schweiz das ganze Jahr über angebaut. Das «typische Rüebli» ist orange. Es gibt aber eine Vielzahl weiterer Sorten mit gelber, weisser und violetter Farbe.
In Bezug auf die Gesundheit punktet die Karotte mit ihrem hohen Gehalt an Beta-Carotin (Provitamin A). Nützlich zu wissen ist, dass, je dunkler die Karotte, je mehr Beta-Carotin darin enthalten ist. Der Zuckeranteil variiert mit dem Zeitpunkt der Ernte. Jung geerntete Karotten enthalten bis zu sechs Prozent Zucker, während bei später geernteten Sorten der Zuckeranteil geringer ausfällt. Neben Beta-Carotin enthalten Karotten reichlich Kalium und im Vergleich zu anderem Gemüse relativ viele Kohlenhydrate.

Beta-Carotin

Das Beta-Carotin als sekundärer Pflanzenstoff schützt nicht nur die Pflanze, es hat auch viele positive Auswirkungen auf unseren Körper. Als Antioxidans fängt Beta-Carotin freie Radikale ab und sorgt dafür, dass sich der oxidative Stress – die Überschwemmung des Körpers mit zu vielen freien Radikalen – im Körper reduziert. Dadurch können womöglich entstehende Entzündungen vermindert werden, wovon wiederum das Immunsystem profitieren kann.

In 100 Gramm rohen Karotten steckt 6999 µg Beta-Carotin und 160 mg Kalium. Isst du zwei Karotten, hast du bereits eine der empfohlenen fünf Portionen Gemüse und Früchte pro Tag zu dir genommen.

Da die Karotte ihre Inhaltsstoffe nur ungern hergibt, solltest du bei der Zubereitung zwei Dinge beachten:

  • Die Karotte am besten weichkochen oder als Rohkost verzehren.
  • Wie die meisten Vitamine ist auch das Provitamin A resp. das Beta-Carotin fettlöslich und wird nur in Kombination mit Öl freigesetzt. Deshalb solltest du Karotten immer mit ein wenig Öl verzehren.

Bei der Lagerung sind Karotten unkompliziert. Grosse Mengen werden am besten in Kisten im kühlen Keller gelagert. In kleineren Mengen für den täglichen Bedarf eignet sich die Lagerung im Kühlschrank, wo sie über mehrere Tage frisch bleiben. Neben Obst oder Tomaten solltest du Karotten jedoch besser nicht lagern, da sie dann schneller faul werden.

Unser Rezept-Tipp:

Karotten-Mandel-Aufstrich

  • 150 g Karotten
  • 30 g natives Oliven- oder Kokosöl
  • 100 g Mandeln (ganz oder gemahlen)
  • ½ TL Currypulver
  • 100 ml Gemüsebouillon
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: Die Karotten grob raspeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Mandeln unter stetigem Rühren leicht goldbraun rösten. Anschliessend die Karotten beigeben und auf niedriger Stufe mitdünsten. Currypulver darunter rühren. Alles mit Bouillon ablöschen und aufkochen lassen. Herd ausschalten. Salz und Pfeffer sowie Zitronensaft hinzugeben und alles pürieren bis die Masse cremig ist. Zum Schluss den Aufstrich auskühlen lassen.
Der Karotten-Mandel-Aufstrich kann, in einem Glas und gut verschlossen, bis zu 4 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Er eignet sich besonders gut für Apéro-Häppchen, Sandwiches oder Pausenbrote.
(Quelle)